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Aktuelles

Parlamentarischer Abend der VLI am 8. März 2017 in Berlin

zum Thema "Anforderungen an die Agrarpolitik in der nächsten Legislaturperiode"

Grundlage für die Diskussion war ein Thesenpapier, das der VLI-Vorsitzende Herr Dr. Kirchberg zu Beginn der Veranstaltung vorstellte.

Folgende Politiker standen Rede und Antwort:

  • Dr. Maria Flachsbarth, parlamentarische Staatssekretärin im BMEL, CDU/CSU
  • Alois Gerig, Vorsitzender des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag, CDU/CSU
  • Norbert Schindler, MdB, CDU/CSU
  • Dr. Karin Thissen, MdB, SPD.

Die vorgelegten Thesen fanden bei den Politikern weitgehend Zustimmung.

Für Frau Dr. Flachsbarth war die Forderung, dass Politik als sensibler Moderator im Dialog zwischen Landwirtschaft und Gesellschaft auftreten solle, ein zentraler Punkt. Die Akzeptanz in der Bevölkerung und der Ausgleich zwischen Landwirten und Verbrauchern sei ihr wichtig, betonte sie. Gefragt nach der Ausrichtung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2020 vertrat sie die Überzeugung, dass aufgrund des Brexits mit einer Reduktion der finanziellen Mittel zu rechnen sei.

Frau Dr. Thissen vertrat die Ansicht, dass sich die Landwirtschaft der kritischen Diskussion um ihre Produktionsmethoden stellen müsse. Wettbewerbsfähigkeit dürfe nicht über alles gehen, verschiedene weitere Ziele, wie z.B. Umwelt- und Tierschutz, müssten miteinander in Einklang gebracht werden. Politiker seien gehalten, die Ängste der Menschen Ernst zu nehmen.

Alois Gerig stellte heraus, dass ländliche Räume eine besondere Politik und Förderung brauchen. Politik müsse Wettbewerbsfähigkeit schaffen und erhalten. Er befürwortete positive Kampagnen für die Landwirtschaft, wie sie z.B. das Forum Moderne Landwirtschaft erfolgreich praktiziere.

Der VLI-Vorsitzende brachte in seinem Schlusswort die Befürchtung zum Ausdruck, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung für viele Politiker zu einseitig im Vordergrund ihrer Entscheidungen stehe. Er betonte, dass der gesellschaftliche Dialog wichtig sei, um Dinge zu verändern, die Ökonomie dabei aber nicht ausgeblendet werden dürfe. Die stetige Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit sei die Voraussetzung, dass die Produkte der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft am Markt erfolgreich blieben. Gerade in der Landwirtschaft könnten notwendige Veränderungen aufgrund der hohen Investitionskosten nicht von heute auf morgen durchgeführt werden. Es bräuchte Zeit, um die notwendigen Anpassungen herbeizuführen. 


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